Wallonischer Gemeinschaftstag
Historischer Kontext
Der Wallonische Feiertag fällt jedes Jahr auf den 27. September. Er ist kein föderaler Feiertag, aber der offizielle Feiertag der Föderation Wallonie-Brüssel, per Dekret seit 1991 anerkannt. Schulen in Wallonien sind geschlossen, aber die meisten Arbeitnehmer arbeiten normal.
Der Wallonische Feiertag am 27. September erinnert an den Aufstand des belgischen Volkes gegen die Herrschaft von König Wilhelm I. der Niederlande, der an diesem Tag 1830 in Brüssel ausbrach und zur Unabhängigkeit Belgiens führte. Der Feiertag der Föderation Wallonie-Brüssel wurde 1975 von der Französischen Kulturgemeinschaft eingeführt. Es ist der offizielle Feiertag der französischsprachigen Gemeinschaft Belgiens.
Am Wallonischen Feiertag organisiert die wallonische Regierung offizielle Feierlichkeiten und kulturelle Veranstaltungen in Namur und anderen wallonischen Städten. Konzerte, Ausstellungen und Volksfeste werden in ganz Wallonien und Brüssel veranstaltet. Der Tag ist auch Gelegenheit, das reiche kulturelle Erbe und die Traditionen der Wallonie zu feiern.
Regionale Traditionen
Namur
Die Joute de l'Échasse d'Or ist der Höhepunkt der Fêtes de Wallonie (drittes Septemberwochenende). Zwei Brigaden von Stelzenläufern kämpfen auf der Place Saint-Aubain gegeneinander: die Mélans gegen die Avresses. Eine Tradition seit 1411 und UNESCO-Welterbe seit 2021.
Namur
Die Joutes Nautiques sind Stechspiele auf der Maas, bei denen die Teilnehmer versuchen, sich gegenseitig von Booten ins Wasser zu stoßen. Eine jahrhundertealte Tradition der Namurer Schiffer, Teil der Fêtes de Wallonie.
Lüttich
Während der Fêtes de Wallonie (drittes Septemberwochenende) zieht ein großer Folklorezug durch das Stadtzentrum. Unter den Arkaden des Fürstbischofspalastes wird ein Wettbewerb um die beste Lütticher Waffel veranstaltet.