Silvester
Historischer Kontext
Silvester fällt jedes Jahr auf den 31. Dezember und ist kein gesetzlicher Feiertag. Viele Arbeitgeber erlauben früheres Schließen, aber es gibt keine gesetzliche Verpflichtung.
Silvester am 31. Dezember ist der letzte Tag des Jahres und leitet den Übergang ins neue Jahr ein. Die Tradition des Feierns des Jahreswechsels reicht bis in die Antike zurück und wurde von verschiedenen Kulturen auf unterschiedliche Weise begangen. Silvester ist ein beliebtes Fest, das sowohl zu Hause als auch in der Öffentlichkeit gefeiert wird.
Belgische Familien und Freunde treffen sich am 31. Dezember zu einem festlichen Abendessen oder einer Hausparty. Um Mitternacht begrüßen Feuerwerk und Champagner das neue Jahr. Städte wie Brüssel, Antwerpen, Gent und Lüttich veranstalten große öffentliche Neujahresfeiern mit Licht- und Feuerwerksshows.
Regionale Traditionen
Brüssel
Die Silvesterveranstaltung auf dem Grand Place zieht jedes Jahr über 50.000 Besucher an. Eine spektakuläre Licht- und Feuerwerksshow wird um Mitternacht heruntergezählt, gefolgt von DJ-Sets und Auftritten bis in die frühen Morgenstunden.
Antwerpen
Die Silvesterfeier am MAS an der Schelde wird von Jahr zu Jahr größer. Tausende versammeln sich entlang der Kais für den Countdown und ein Feuerwerk oder eine Drohnenshow über dem Wasser.
Brügge
Tausende versammeln sich auf dem 't Zand-Platz für den Countdown, gefolgt von einer Ansprache des Bürgermeisters und einer Lasershow über dem mittelalterlichen Stadtzentrum.
Wallonien
Das Silvesteressen in wallonischen Familien dreht sich um Austern, Aufschnitt und Champagner. Die Feier ist tendenziell intimer und familiärer als die großen Stadtveranstaltungen in Flandern.
Antwerpener Kempen
In mehr als 16 Kempener Gemeinden gehen Kinder am Silvestermorgen von Tür zu Tür für das „Nieuwjaarke Zoete". Sie tragen einen bunten Singesack um den Hals und singen: „Nieuwjaarke zoete, ons varken heeft vier voeten." Koordiniert von Kempens Karakter.
Tessenderlo
Das Neujahrssingen in Tessenderlo ist anerkanntes flämisches immaterielles Kulturerbe. Am Silvestermorgen ziehen Kinder von 4 bis 12 Jahren mit einem Beutel um den Hals von Tür zu Tür, um Süßigkeiten und Obst zu sammeln. Die Tradition reicht mindestens bis ins 17. Jahrhundert zurück.
Pajottenland
In Galmaarden, Tollembeek und Vollezele rufen Kinder am Silvestermorgen „Gosjdieël!" von Tür zu Tür, ein Dialektwort für „Godsdeel" (Gottes Anteil). Die Tradition war fast ausgestorben, wurde aber um 2015 wiederbelebt. Anerkanntes flämisches Kulturerbe.