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Offizieller Feiertag

Neujahr

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Historischer Kontext

Neujahr fällt jedes Jahr auf den 1. Januar und ist einer der 10 gesetzlichen Feiertage. Unternehmen, Behörden und Schulen sind geschlossen.

Neujahr am 1. Januar war nicht immer selbstverständlich. Bis 1575 begann das neue Jahr in den Südlichen Niederlanden offiziell am Ostersonntag, sodass der Jahreswechsel jedes Jahr auf ein anderes Datum fiel. Philipp II. setzte dem ein Ende und führte den 1. Januar als festen Jahresbeginn ein. Der Gregorianische Kalender von Papst Gregor XIII. aus dem Jahr 1582 bestätigte diese Wahl für ganz Europa. Nach der belgischen Unabhängigkeit 1830 wurde der 1. Januar in die erste offizielle Liste der gesetzlichen Feiertage aufgenommen.

Der Neujahrsbrief ist eine typisch belgische Tradition. Kinder schreiben einen Brief voller guter Vorsätze und lesen ihn bei den Großeltern vor, oft im Tausch gegen ein kleines Taschengeld. In Wallonien steht das Verschicken von Neujahrskarten im Mittelpunkt, auch wenn dieser Brauch immer seltener wird. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft rund um Eupen singen die Menschen Neujahrslieder an den Türen ihrer Nachbarn. In Brüssel zieht die jährliche Neujahrsshow Zehntausende Feiernde an.

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Regionale Traditionen

Wallonien

Das Verschicken von Neujahrskarten ist eine tief verwurzelte Tradition. Familien besuchen sich in den ersten Januarwochen gegenseitig zum traditionellen Neujahrsbesuch mit Kaffee und Kuchen.

Flandern

Kinder schreiben einen Neujahrsbrief an ihre Eltern oder Großeltern, lesen ihn am Neujahrstag laut vor und erhalten dafür ein kleines Taschengeld. Der Brief enthält gute Vorsätze für das neue Jahr.

Eupen

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft rund um Eupen besuchen die Menschen Nachbarn und Verwandte, um Neujahrslieder zu singen. Diese Tradition wird leider immer seltener gepflegt.

Ostende

Das Neujahrsschwimmen in Ostende ist das älteste Belgiens und findet seit 1987 statt. Über 6.000 Teilnehmer stürzen sich am Neujahrstag in verrückten Kostümen in die Nordsee.

Verviers

In Verviers und der Provinz Lüttich isst man am 1. Januar Sauerkraut mit einer Silbermünze unter dem Teller für Glück und Wohlstand. Die Abergläubischsten tragen die Münze das ganze Jahr bei sich.

Gent

In Gent ist „eentje mee suiker" der traditionelle Neujahrswunsch. Der Ausdruck bezieht sich auf Lebkuchen mit Zuckerperlen, das traditionelle Neujahrsgebäck. Früher bekamen Kinder ein Lebkuchenherz von ihrem Paten oder ihrer Patin.

Westflandern

Neujahrslukken sind knusprige Butterwaffeln, die in einem speziellen Lukkenijzer gebacken werden. Der Name verweist auf „geluk" (Glück). Jules Destrooper aus Lo-Reninge brachte 1890 seine Version auf den Markt.

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Häufig gestellte Fragen

Ist Neujahr ein gesetzlicher Feiertag in Belgien?
Ja, der 1. Januar ist einer der 10 gesetzlichen Feiertage. Arbeitnehmer haben Anspruch auf einen bezahlten freien Tag.
Was ist die Tradition des Neujahrsbriefs in Belgien?
Belgische Kinder schreiben einen Neujahrsbrief an ihre Eltern oder Großeltern, in dem sie gute Vorsätze und Wünsche für das neue Jahr teilen. Sie lesen diesen Brief beim Neujahrsbesuch vor.
Wie viele gesetzliche Feiertage gibt es pro Jahr?
Es gibt 10 gesetzliche Feiertage pro Jahr. An diesen Tagen sind die meisten Unternehmen, Behörden und Schulen geschlossen.
Sind Geschäfte am Neujahrstag geöffnet?
Nein, die meisten Geschäfte, Supermärkte und Behörden sind am 1. Januar geschlossen. Einige Notdienstapotheken sind geöffnet.
Was passiert, wenn Neujahr auf einen Sonntag fällt?
Wenn der 1. Januar auf einen Sonntag oder einen Ruhetag fällt, muss der Arbeitgeber einen Ersatztag an einem normalen Arbeitstag gewähren.

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