Christi Himmelfahrt
Historischer Kontext
Christi Himmelfahrt ist ein gesetzlicher Feiertag, der immer auf einen Donnerstag fällt, 39 Tage nach Ostern. Viele Arbeitnehmer nehmen den darauffolgenden Freitag frei für ein langes Wochenende.
Christi Himmelfahrt erinnert an die Auffahrt Jesu Christi in den Himmel, vierzig Tage nach seiner Auferstehung an Ostern. Die Feier geht auf die frühchristliche Kirche zurück und wird seit über 1600 Jahren begangen. Der belgische Feiertagskalender zählt sechs christliche Feiertage, und Christi Himmelfahrt ist der einzige, der garantiert auf einen Wochentag fällt: stets ein Donnerstag. Das macht ihn zu einem der beliebtesten "Brückentage" des Jahres.
In vielen Pfarreien werden an Christi Himmelfahrt besondere Gottesdienste gehalten. In einigen Gemeinden finden noch Prozessionen statt, auch wenn das immer seltener wird. Die eigentliche Tradition ist inzwischen die "Brücke": Durch einen Urlaubstag am Freitag entsteht ein langes Wochenende von vier Tagen. Hotels an der belgischen Küste und in den Ardennen sind am Himmelfahrtswochenende oft Wochen im Voraus ausgebucht. Immer mehr Unternehmen schließen am Freitag nach Himmelfahrt kollektiv.
Regionale Traditionen
Brügge
Die Heilig-Blut-Prozession zieht jeden Himmelfahrtstag durch die Straßen von Brügge. Über 1.700 Teilnehmer stellen biblische Szenen nach, die im Tragen der Heilig-Blut-Reliquie gipfeln. Seit 2009 UNESCO-Weltkulturerbe.
Mechelen
Die Hanswijkprozession findet am Sonntag vor Christi Himmelfahrt statt und ist eine der ältesten Prozessionen des Landes. Riesenfiguren, Festwagen und Hunderte von Statisten ziehen zu Ehren Unserer Lieben Frau von Hanswijk durch das historische Zentrum.
Flandern
Der Freitag nach Christi Himmelfahrt ist der beliebteste Brückentag des Jahres. Schätzungen zufolge nimmt mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer an diesem Tag frei, um ein viertägiges Wochenende zu schaffen.